Skip to main content

Dätwyler IT Infra hat kürzlich für ein Rüstungsunternehmen in Baden-Württemberg, das eine Sparte verkaufen musste, die bestehende IT-Infrastruktur in zwei vollständig autonome Systeme aufgeteilt. 

Der Auftraggeber ist sehr zufrieden: kein Tag Ausfall, keine Probleme – und neue Kapazitäten für die Zukunft.

Ein multinationales Unternehmen, das in Deutschland vor allem in den Bereichen Public Security und Defense tätig ist, hat sich kürzlich von einem Geschäftsbereich getrennt. Eine Folge dieses Schritts war die Aufteilung der bestehenden Räumlichkeiten an seinem Hauptsitz in Baden-Württemberg. Auch die Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur sollte physikalisch komplett getrennt werden.

Ende September 2024 erhielt Dätwyler IT Infra in Hattersheim über den Eigentümer des Gebäudekomplexes den Auftrag, für den bestehenden Mieter und für den neuen Inhaber der abgetrennten Unternehmenssparte zwei eigenständige, vollständig autonome IT-Infrastrukturen zu schaffen – und das im laufenden Betrieb. Der Auftrag ging an Dätwyler, weil schneller Handlungsbedarf bestand und weil das Team in Hattersheim mit den technischen Gegebenheiten bereits vertraut war – insbesondere mit der speziellen Backbone-Verkabelung. Diese besteht aus einem flexiblen Rohrsystem mit eingeblasenen Glasfasern, das zum Teil bis zu den Arbeitsplätzen reicht.

Erweiterung der Rechenkapazitäten

Das Rechenzentrum des Unternehmens war in dem Gebäudekomplex auf drei Standorte verteilt. Die eingehausten Racks wurden dort über den Doppelboden mit Strom und Kühlluft versorgt. Das Unternehmen behielt zwei davon, den Haupt- und einen Backup-Standort.

Dätwyler hat den Hauptstandort um vier Racks erweitert, um Kapazitäten für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Weil der Raum groß genug war, konnten der Doppelboden und die Einhausung problemlos verlängert werden. Zudem waren höhere Strom- und Kältekapazitäten nötig. Dazu wurden neue Abgänge geschaffen, und die bestehenden Stromschienen im Doppelboden erhielten zusätzliche Absicherungen. Statt 14 stehen jetzt 18 Racks zur Verfügung – zwei davon reine Datenracks mit Patchfeldern. Ein Teil des zusätzlichen Platzes wird für aktive Komponenten genutzt, die ursprünglich an den anderen Standorten installiert waren.

Der neue Mieter, der die abgetrennte Unternehmenssparte übernommen hat, nutzt heute den dritten Rechenzentrumsstandort, den Dätwyler ebenfalls ertüchtigt hat. Er besteht aus 16 eingehausten Racks mit Umluftkühlung – und ist komplett autonom.

Trennung des IT-Netzes

Bei der Trennung des Netzwerks in dem Gebäudekomplex konnten die bestehenden Datenverteilerräume (Stockwerksverteiler) weiter genutzt werden. Zwei davon verblieben beim ursprünglichen Anwender, einer ging in die Nutzung des neuen Mieters über. Für die Anbindung der Arbeitsplätze auf der einen und des Rechenzentrums auf der anderen Seite nutzte Dätwyler teilweise das bestehende Rohrsystem, zum Teil wurden aber auch neue Glasfaser- und Kupferkabel verlegt.

Dätwyler führte die Arbeiten zwischen Februar und Oktober 2025 aus, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Betriebsabläufe kam.

Strengste Sicherheitsanforderungen

Während der gesamten physikalischen Trennung der IT-Infrastruktur wie auch allen Ertüchtigungs- und Erweiterungsarbeiten galten die strengen Sicherheitsanforderungen, die für ein Unternehmen aus dem Defense-Bereich üblich sind: Ein Großteil der Arbeit konnte erst nach 17 Uhr oder an den Wochenenden erledigt werden; Bewegungen im Gebäude waren für die beteiligten Teams nur unter Aufsicht möglich; und »normale« Arbeiten wie etwa Bohren und Hämmern konnten nur bei abgeschalteten Sicherheitssystemen verrichtet werden, weil sonst die geringste Staubentwicklung und die kleinste Erschütterung den Alarm ausgelöst hätte.

Kein Tag Ausfall, keine Probleme

Trotzdem ist es Dätwyler und den beteiligten Subunternehmen gelungen, den Auftrag fristgerecht und den Vorgaben entsprechend abzuschließen – mit nur einem einzigen, jedoch unverschuldeten Fehlalarm. Seitdem laufen die installierten Systeme auf beiden Seiten reibungslos. Kleinere Arbeiten in den Stockwerken sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Der Auftraggeber ist entsprechend zufrieden: kein Tag Ausfall, keine Probleme – und neue Kapazitäten für die Zukunft. Er hat bereits Folgeaufträge an Dätwyler IT Infra vergeben.